Rückkehr zur Regenbogenbrücke
Eines Tages kam ein Hund zur Regenbogenbrücke. Ein Rudel von Hunden lief sofort zu ihm, um ihn zu begrüßen.
Alle waren ganz lieb zu ihm.
Sie erklärten, dass sie auf ihr Frauchen und Herrchen warten, die sie auf der Erde so sehr geliebt hatten.
"Liebe, was ist das?" fragte der Hund. "Meine Menschen haben mich nur geschlagen. Sie ließen mich bei Kälte und Nässe draußen und gaben mir nicht mal richtig zu Essen und Trinken."
Die anderen Hunde wurden von einem tiefen Mitgefühl erfasst. Sie beschlossen ihm zu helfen, soweit sie konnten.
"Wir möchten Dir zeigen, was Menschenliebe ist." sagten sie. "Unser kollektives Bewusstsein ist stark genug, um dich ein paar Augenblicke lang menschliche Liebe erfahren zu lassen."
Und so geschah es, dass der Hund zur Erde zurück kehrte und wiedergeboren wurde.
Er war ganz schwach, aber menschliche Hände zogen ihn vorsichtig an den Hinterfüßen aus dem Leib der Mutter.
Die Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab. Sie zeigten ihm, wo er trinken konnte. Aber er hatte nicht die Kraft, sich an der Zitze festzuhalten.
Die Menschenhände hielten seinen kleinen Körper und so konnte er etwas trinken. Und so trank er, bis er erschöpft einschlief.
Er spürte den Herzschlag des Menschen, der ihn mit einem warmen, weichen Tuch zugedeckt und auf seinen Bauch gelegt hatte. Das hielt seinen Körper schön warm und das sanfte Streicheln der menschlichen Hände beruhigte ihn.
Er spürte die tiefe Liebe dieses Menschen zu ihm. Er fühlte, wenn er noch länger blieb, würde ihn der Mensch nicht wieder gehen lassen wollen.
So ließ er die Luft aus seinen Lungen und kehrte zurück zur Regenbogenbrücke.
Dort blickte er auf den Menschen, der um seinetwillen weinte und seinen toten Körper in Händen hielt.
"Danke euch allen", sagte er.
"Jetzt habe auch ich erfahren dürfen, was Liebe ist.
Gemeinsam mit euch werde ich hier warten, bis mein Mensch kommt, um ihm zu sagen, dass auch ich ihn liebe."
Verfasser unbekannt
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