Bericht zur Fahrt im Juni 2020

26. Juni

Folgenden Bericht hat mein Mitarbeiter, Andre Notthafft-Hackmann, verfasst.
Er durfte mich auf meiner Tour durch Deutschland begleiten.

Mit Brigitte auf Tour oder diese Frau ist unglaublich!

Am Montag war es dann soweit, dass erste Mal mit Brigitte auf Welpentour.
Ich konnte mir darunter nicht viel vorstellen und bin zugegebenermaßen recht naiv an die Sache heran gegangen. Am Ende war mir jedoch klar, was Brigitte leistet. Obwohl nur Beifahrer und Helfer, nach der Rückfahrt war ich vollkommen geschafft.
Montagmorgen los, Mittwochabend wieder hier. Dazwischen rund 3000 Kilometer, eine Ochsentour.
Aber von Anfang an.
Unsere Tour ging über Oberstdorf, Waldburg, Dortmund, Hannover nach Berlin und von dort über Tschechien wieder zurück.
Bereits in Österreich begann es.
Tunnel Maut 5,50 Euro, aber nur einspurig, angeblich wegen Wartungsarbeiten am Tunnel. Anscheinend bedeutet aber in Österreich das Wort "Wartungsarbeit" das man auf Arbeit wartet. Im ganzen Tunnel war weder ein Arbeiter, eine Baustelle oder sonst irgend etwas zu sehen.
Gegen 20:30 Uhr erreichten wir Oberstdorf und konnten dort den ersten Welpen an seine neue Familie übergeben. Mokus lebt nun bei einem Jäger in einer sehr netten, sympathischen Familie. Die Freude beim ersten kennenlernen war auf beiden Seiten groß. Nur die beiden Katzen der Familie wusste Mokus nicht einzuordnen. Er hielt sie sicher für komische Hunde.
Mittlerweile war es später Abend und wir bereits todmüde. Deshalb riefen wir die Familie in Waldburg an und teilten ihnen mit, dass wir erst am Morgen des Folgetags kommen würden. Die Antwort war: "Wir sind alle noch wach freuen uns so auf Darász!"
Brigitte konnte den Wunsch nicht ausschlagen. Also fuhren wir auch noch nach Waldburg. Das Ziel war ein großer Mehrgenerationen Hof, wo wir bereits von vielen freundlichen Menschen empfangen wurden.
Auch hier war die Freude groß und Darász hätte es wohl kaum besser treffen können.
Jetzt noch rasch zu Brigitte´s Tochter und ihrer Familie nach Wangen. Dort konnten wir etwas schlafen. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Tanja für Speis und Trank.
Morgens um 5 Uhr ging es weiter nach Dortmund. Als gebürtiger Ruhrpöttler freute ich mich nach 15 Jahren Entzug auf eine leckere Currywurst. Leider fanden wir keine Pommes Bude, nur etliche Dönerläden. Die Zeit drängte.
Mein anschließender Wusch auf eine Berliner Currywurst sollte ebenfalls. Schade! Sei es drum.
Wir erreichten das neue Zuhause von Sissy. Auch sie hätte es nicht besser treffen können. Wir lernten hundeerfahrene, liebenswerte Menschen kennen.
Sissy und ihr neues Herrchen waren sofort ein Herz und eine Seele. Auch mit der schon im Haushalt lebenden Hündin (ein Tierschutzhund aus Griechenland) klappte es auf Anhieb.
Man hatte das Gefühl, Sissy war dort angekommen, wo sie hinwollte.
Nun weiter nach Hannover. Leider ließ sich nur schwer ein Parkplatz zu finden.
Medve durften wir ebenfalls an eine nette Familie übergeben.
Als wir zu unserem Fahrzeug zurückkehrten, durchfuhr uns ein großer Schreck.
Polizei stand vor unserem Auto. Hatten wir nicht vorschriftsmäßig geparkt? Das könnte unter Umständen teuer werden. Aber nein.
Irgendjemand bemerkte das Fahrzeug mit den Hunden, vermutete einen illegalen Welpenhandel und informierte die Polizei.
Ein freundlicher Beamter mit seiner netten Kollegin wollten der Sache auf den Grund gehen.
Ich zeigte ihnen die erforderlichen Traces (Papiere, die vom jeweiligen Veterinäramt ausgestellt werden und für die Ausfuhr von Hunden vorgeschrieben sind).
Leider wussten die Beamten nicht um Sinn und Zweck dieser Papiere. Schließlich konnte die Sachlage aber geklärt werden.
Sie entschuldigten sich dafür, das sie uns aufgehalten hatten und alles in Ordnung sei.
Brigitte meinte, dass es kein Problem wäre und wir solch eine Kontrolle begrüßen würden. Schließlich gibt es viele schwarze Schafe.
Nun weiter nach Berlin.
Auch hier kaum Parkmöglichkeiten.
Die zukünftigen Besitzer von Vadász, ein junges Paar, haben aber voraus gedacht und direkt vor ihrer Haustür einen Parkplatz für uns freigehalten.
Auch hier wieder liebe, sympathische Menschen.
Selbst nachdem Vadász dem neuen Herrchen vor Nervosität einen Haufen in seine Turnschuhe gesetzt hat, wurde dies lachend und entspannt aufgenommen.
So alles geschafft. Jetzt rasch nach Hause.
Unsere Hunde warten in der Hundepension. Wenigstens Tobi, Mimi und Balti wollten wir diesen Mittwoch noch nach Hause holen.
Unverhofft kommt oft. Kurz hinter Berlin streikte der Wagen.
Wir hatten Glück und das Auto wurde kurze Zeit später zur nächsten Werkstatt abgeschleppt.
Die Kfz-Mechaniker waren nett und haben das Auto schnell wieder fahrbereit bekommen. Es gab Probleme mit der Elektronik.
Leider sieht es wohl so aus, dass der Wagen ziemlich am Ende ist.
Zurück in Pusztaederics müssen wir zusehen, dass wir ein anderes Auto zu bekommen. Vielleicht einen Transporter, Bus oder ähnliches.
Jetzt sind wir aber erst einmal froh, wieder in der Heimat zu sein.
Wie schon gesagt, alles in allem, eine anstrengende Ochsentour.
Um so bewundernswerter ist Brigittes Einsatz. Man sieht ihr geradewegs an wie glücklich sie ist.
Wieder fünf Welpen in ein liebevolles Zuhause gebracht.
Aber immer mit einer Träne im Auge. Denn es fällt ihr nicht leicht, sich von den kleinen trennen zu müssen.
Infolgedessen, auf ein Neues...    im Sinne der Tiere!
     
     
     
   
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Wir suchen ein Zuhause

"Man kann nicht allen
helfen",
sagt der Engherzige
und hilft keinem.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

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